Experimentelle Typografie – Vox Sans Anna-Lena Lucas
Experimentelle Typografie – Vox Sans
Experimentelle Typografie bedeutet, Schrift nicht immer nur als ‚Stift auf Papier‘ zu sehen. Experimentelle Typografie unterliegt dem Zufall, wirkt wie ein geheimer Zeichensatz, ist grafisch und illustrativ.
Was aber macht eigentlich unseren Körper, im Prinzip auch eine Art Buchstabe, zu einer speziellen Schriftart? Zuerst einmal unsere Gene. Adenosin, Cytosin, Guanin und Thymin. Dann unser Make-up, unsere Frisur. Schmuck und Kleidung. Kultur und Subkultur. Das Alter. Das alles führt dazu, dass wir nicht wie ein und derselbe Buchstabe einer Schrift aussehen, sondern eine Vielzahl von Schrifttypen werden.
Was aber kann man mit seinem Körper sonst noch machen, außer ihn zu verschönern, zu verstümmeln, zu verrenken? – LÄRM!
Man kann klatschen, pfeifen, stampfen, niesen, schmatzen, lachen, husten …
Die Idee war geboren. Zu dem Thema ‚Body and Type‘ entwickelte ich eine Schriftart, die auf Körpergeräuschen basiert. Die 26 Buchstaben des Alphabetes ordnete ich 26
unterschiedlichen Körpergeräuschen zu. Wichtig war dabei, nur Geräusche zu wählen, die wirklich ohne unsere Stimmbänder entstehen. Diese Geräusche nahm ich auf und entwickelte aus den jeweiligen Tonkurven Buchstaben.
Die folgenden Fotos zeigen exemplarisch die Entwicklung vom Geräusch zum Buchstaben auf.





