Nikon 1 J3 und S1 vorgestellt

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Nikon stieg mit seinem „1“-System zwar erst relativ spät in den Markt für spiegellose Systemkameras ein, doch bereits 2012 handelte es sich dabei um das meistverkaufte Kompaktkamerasystem Europas. Daher verwundert es nicht, dass zwei neue Kameras und zwei Objektive den Erfolg auch in diesem Jahr befeuern sollen.

Ganz im Sinne des Systems sind sich die beiden Neuheiten in vielen Punkten ähnlich, unterscheiden sich jedoch in Details. Die Nikon 1 J3 stellt die Nachfolgerin der J2 dar, welche auch erst vergangenen August vorgestellt wurde (dasauge berichtete). Der auffälligste Unterschied zur Vorgängerin ist die Verwendung des neuen Bildsensors mit einer Auflösung von 14,2 Megapixeln, der bereits aus der Nikon 1 V2 bekannt ist. Die Nikon 1 S1 hingegen stellt das neue Einstiegsmodell dar und soll durch eine besonders einfache Handhabung bei zugleich hoher Geschwindigkeit punkten. Sie verwendet ebenfalls einen Sensor im CX-Format, jedoch mit einer geringeren Auflösung von zehn Megapixeln.

Nikon 1 J3 und S1

Beide Kameras verfügen über eine sehr hohe Geschwindigkeit und bieten neben sehr kurzer Auslöseverzögerung schnelle Serienaufnahmen mit bis zu 15 Bildern pro Sekunde bei aktiviertem Autofokus. Diese schnelle Datenverarbeitung ermöglicht die bereits aus der Nikon 1 V2 bekannte Technik. Die Nikon 1 J3 besitzt das kleinere Gehäuse (wenn auch nur um wenige Millimeter) und kann zugleich mit einer hochwertigen Aluminiumoberfläche punkten. Leichtgewichte sind beide Kameras, mit Akku und Speicherkarte bringen sie lediglich 240 Gramm (S1) bzw. 244 Gramm (J3) auf die Waage. Auch in Sachen ISO-Werte unterscheiden sich die Kameras leicht: während die Nikon 1 S1 einen Bereich von ISO 100 bis 6.400 abdeckt, beginnt bei der J3 das Spektrum erst bei ISO 160.

Gemeinsam ist ihnen hingegen der eingebaute Ausklappblitz sowie der umfangreiche Videomodus, welcher Full-HD-Aufnahmen mit 30 Vollbildern pro Sekunde ermöglicht. Über die Wahl der Programm-, Zeit- oder Blendenautomatik sowie des manuellen Modus können Belichtungszeit und Blende auch bei Videoaufnahmen gezielt gesteuert werden. Ebenfalls mit an Bord sind die beliebten Zeitlupenaufnahmen (siehe Video), welche in verringerter Auflösung 400 Bilder pro Sekunde (640×240 Pixel) oder gar 1200 Bilder pro Sekunde (320×120 Pixel) aufzeichnen.

Über den optionalen Funkadapter WU-1b können Fotos und Videos auf Smartphones oder Tablets übertragen werden. Wer die Griffigkeit der kleinen Gehäuse erhöhen möchte, schraubt den Handgriff GR-N2100 an. Mit Hilfe des Unterwassergehäuses WP-N2 (für 799 Euro) können die Kameras zudem auf Tauchgängen bis 40 Metern Tiefe eingesetzt werden.

1 Nikkor VR 6,7—13 mm 1:3,5—5,6 und VR 10—100 mm 1:4,0—5,6

Damit die Nutzer des Nikon-1-Systems nicht allzu schnell an ihre Grenzen stoßen, hat Nikon zwei neue Objektive vorgestellt, die es bereits vergangenen Oktober angekündigt hatte. Mit dem 1 Nikkor VR 6,7—13 mm 1:3,5—5,6 bietet Nikon erstmals ein echtes Weitwinkelzoom für die Nikon-1-Kameras an. Sein Brennweitenbereich entspricht 18—35 mm an einer Kleinbildkamera. Dadurch lassen sich Innenräume sowie Landschaften besonders gut fotografieren. Besonders für Videoaufnahmen eignet es sich durch den eingebauten Bildstabilisator (VR) sowie die stufenlose Blendensteuerung zur sanften Belichtungsanpassung.

Bei dem 1 Nikkor VR 10—100 mm 1:4,0—5,6 handelt es sich um ein Universalzoom, welches die gängigsten Aufnahmesituationen mit einem Brennweitenbereich entsprechend 27—270 mm an Kleinbild abdeckt. Es stellt zugleich das derzeit kleinste 10-fach-Zoom (für Wechselobjektivkameras) dar. Der eingebaute Bildstabilisator (VR) ermöglicht auch mit langer Brennweite unverwackelte Aufnahmen.

Ab Februar

Ab Anfang Februar 2013 sollen Kameras und Objektive im Handel verfügbar sein. Die Nikon 1 S1 erscheint in den Farben Weiß, Schwarz, Pink, Rot sowie Khaki und wird mit dem Kit-Objektiv 1 Nikkor 11—27,5 mm 1:3,5—5,6 (in passender Farbe) 519 Euro kosten. Im Set mit dem zusätzlichen Telezoom 1 Nikkor VR 30—110 mm 1:3,8—5,6 kostet sie 689 Euro. Die Nikon 1 J3 kommt in den Farben Weiß, Schwarz, Silber, Rot sowie Beige auf den Markt und wird im Kit mit dem 1 Nikkor VR 10—30 mm 1:3,5—5,6 (in passender Farbe) für 649 Euro angeboten. Ein Set mit dem zusätzlichen Telezoom 1 Nikkor VR 30—110 mm 1:3,8—5,6 kostet 799 Euro.

Das 1 Nikkor VR 10—100 mm 1:4,0—5,6 wird einzeln zu einem Preis von 539 Euro erhältlich sein. Erst Anfang März soll das 1 Nikkor VR 6,7—13 mm 1:3,5—5,6 für 519 Euro in den Farben Schwarz und Weiß folgen.

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